Drehscheibe Nr. 113 März 2026

Ausgabe 113 | März 2026 Magazin der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Neue hochmoderne Linienbusse für die GKB Elektrifizierung und Modernisierung der Steirischen Westbahn geht weiter

2 | Ausgabe 113 - März 2026 Inhalt / Editorial / Impressum 2 Geschäftsführung 3 Neue hochmoderne Linienbusse für den GKB-Busbetrieb 4 ÖBB: Elektrifizierung und Modernisierung der Steirischen Westbahn geht weiter 6 Interview mit dem GKB-Aufsichtsrats- vorsitzenden KR Mag. Franz Weintögl 8 Historische Betrachtungen: Mit Highspeed in den Süden - Jahrhundertprojekt Koralmbahn 10 Mittelposter: Neuer MAN-Linienbus der GKB bei der Busbetriesstelle in Stainz 12 Personal 14 Ganz Kurze Berichte 16 Reisereportage: Per Boot und Zug durch Laos 20 Technisches Eisenbahnmuseum & Steirische Eisenbahnfreunde 23 Promotion 24 Die Drehscheibe ist das PR- und Kund:innenmagazin der GKB. Sie ist eine regelmäßig erscheinende Informationsschrift. Das GKB-Intern ist eine Beilage für Mitarbeiter:innen. Ein Archiv aller erschienenen Ausgaben findet sich unter: www.gkb.at Medieninhaber: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) Herausgeber: Mag. Ernst Suppan Redaktion / Layout: Mag. Ernst Suppan Jasmin Motschnik Anschrift: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Direktion / Stabsstelle G-PR Köflacher Gasse 35 – 41, 8020 Graz 0316 / 5987 – 0 drehscheibe@gkb.at Druck: Koralpendruckerei Ges.m.b.H. 8530 Deutschlandsberg Auflage: 4000 Stück im 1. Quartal 2026 Fotos: Cover: GKB_Schiffer Poster: GKB_Ferk Ansonsten: GKB-Archiv, K. Ferk, J. Motschnik oder E. Suppan bzw. lt. jeweiliger Textanmerkung; Inhalt Impressum Editorial Diese Ausgabe der Drehscheibe beschäftigt sich u. a. mit großen Investitionen im GKBBusbetrieb und Ausbauplänen für die Steirische Westbahn. Die Geschäftsführung freut sich über die Inbetriebnahme von 37 neuen hochmodernen Linienbussen. Auch der Leitartikel beschäftigt sich mit dieser Großinvestition in mehr Fahrzeugqualität. Der nächste Bericht widmet sich den Ausbauplänen der ÖBB für die Steirische Westbahn. Außerdem führten wir ein spannendes Interview mit dem neuen GKB-Aufsichtsratsvorsitzenden KR Mag. Franz Weintögl. Im historischen Beitrag besprechen wir ein tolles Buch über die Geschichte der Koralmbahn. Im Personalteil stellen wir einen neuen Abteilungsleiter vor und informieren über andere personelle Veränderungen. In der Rubrik „News and Facts“ zeigen wir die Eröffnung der Koralmbahn, erläutern die neue Logistikstandortstrategie des BMIMI sowie regionale Themen u.a.m. Die Reisereportage führt uns per Boot und Zug durch Nordlaos. Und die steirischen Eisenbahnfreunde berichten von ihren Winteraktivitäten, der Jahreshauptversammlung und den Saisonvorbereitungen im TEML. von Mag. Ernst Suppan Chefredakteur INHALT | EDITORIAL | IMPRESSUM Foto: RMSZR / Lupi Spuma flux.at Anrufen & buchen: 050 61 62 63 Ganz entspannt. Zum Zug? mich hin schon ab 3 € Dein Sammeltaxi im Steirischen Zentralraum. Unsere flux Haltepunkte findest du auch an vielen Bahnhöfen in der Region. So steigst du direkt vom Sammeltaxi in den Zug – und bist auch ohne Auto flexibel unterwegs.

3 Ausgabe 113 - März 2026 | Nach Veränderungen in der Geschäftsführung arbeitet die GKB weiter an der nachhaltigen Optimierung des Leistungsangebots im Bahnbereich und nimmt außerdem 37 neue hochmoderne Linienbusse in Betrieb. Das heurige Jahr begann bei der GKB mit großen betrieblichen Herausforderungen und personellen Veränderungen: Frau Dr. Barbara Kleinert hat ihre Tätigkeit bei der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH mit 6. März beendet und wird sich neuen Aufgaben widmen. Seit 7. März 2026 hat die GKB somit wieder eine Alleingeschäftsführung. Ich bedanke mich bei meiner ehemaligen Geschäftsführungskollegin auch auf diesem Weg herzlich für Ihre Leistungen für die GKB sowie die konstruktive Zusammenarbeit und wünsche ihr alles Gute und viel Erfolg für die weitere Karriere. Nachhaltige Verbesserungen durch Optimierung Für das Unternehmen und seine Belegschaft außerordentlich fordernd waren durch Fahrzeugstörungen, aber auch witterungsbedingte und betriebliche Beeinträchtigungen bei den ÖBB verursachte Zugausfälle und Verspätungen, die den Bahnbetrieb der GKB teilweise stark beeinträchtigt haben. Um diesbezüglich eine nachhaltige Leistungsverbesserung im Bereich der GKB zu erreichen, wurde eine neue Taskforce eingerichtet, deren Maßnahmen auch bereits Wirkung zeigen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gezielten Optimierungen im Instandhaltungsbereich und im Fahrzeugmanagement, aber auch auf einer Verbesserung von Mag. Gerald Klug Geschäftsführer der GKB Fortschritt durch Optimierungen | GESCHÄFTSFÜHRUNG GKB setzt auf nachhaltigen Fortschritt durch gezielte Optimierungen der Information von Fahrgästen und Mitarbeiter:innen über eigene Kanäle. Und ich versichere zudem allen Fahrgästen, dass die gesamte GKB mit vollem Einsatz am störungsfreien und pünktlichen Zugverkehr für unsere Kund:innen arbeitet. Neue Busse für die Südweststeiermark Ganz besonders freuen wir uns aktuell über einen echten Qualitätsschub im Busbereich, der viele nachhaltige Verbesserungen für die Busfahrgäste und im Schulbusverkehr im Großraum Deutschlandsberg bringt. Denn die GKB hat für dieses Busbündel des Regio Bus Steiermark insgesamt 37 neue hochmoderne Linienbusse beschafft. Unser Unternehmen investierte in die neuen Fahrzeuge in Summe insgesamt rund 11,3 Millionen Euro. Bis Anfang Mai werden die neuen fahrgast- und umweltfreundlichen Low Entry-Busse der Marke MAN flächendeckend in Betrieb genommen. Die brandneuen, sehr komfortablen, vollklimatisierten und barrierefreien GKB-Busse sind im schnittigen gelbgrünen RegioBus-Design unterwegs. Die Fahrzeuge erfüllen natürlich höchste Umweltschutzstandards für mehr Klimaschutz und verfügen über viele Ausstattungsfeatures. Damit macht die GKB einen weiteren großen Schritt in Richtung mehr moderne öffentliche Mobilität für die Südweststeiermark: Und ich bin überzeugt davon, dass diese hochmodernen brandneuen Nahverkehrsfahrzeuge der neuesten Generation, ein wichtiges Qualitäts-Upgrade für die Busflotte der GKB darstellen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für unsere Busfahrgäste bringen!

4 | Ausgabe 113 - März 2026 Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH nimmt 37 neue hochmoderne Linienbusse in Betrieb. Die GKB bedient bereits seit 14. Dezember 2025 viele Buslinien des RegioBus Steiermark im Großraum Deutschlandsberg. Die jüngsten Angebotsausweitungen durch den steirischen Verkehrsverbund bringen nun einen weiteren Qualitätsschub für die Busfahrgäste und im Schulbusverkehr in der Südweststeiermark. Denn die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH beschaffte dafür insgesamt 37 neue, hochmoderne und ausschreibungskonforme Linienbusse. Das Mobilitätsunternehmen investierte in die neuen Fahrzeuge in Summe insgesamt rund 11,3 Millionen Euro. Bis Anfang Mai 2026 nimmt die GKB diese 37 neuen fahrgast- und umweltfreundlichen Low Entry-Busse der Marke MAN flächendeckend in Betrieb. Sie werden im ganzen Bezirk Deutschlandsberg und auf den Linien nach Leibnitz sowie südwestlich von Graz verkehren. Hochmoderne und umweltfreundliche Busse für die GKB Bei den neuen Linienbussen der GKB handelt es sich im Detail um 31 Fahrzeuge des Modells MAN Lion´s Intercity mit einer Länge von 12 Metern. Außerdem wurden sechs 14,7 Meter lange Busse dieses Modells beschafft. Die neuen, komfortablen, klimatisierten und barrierefreien GKB-Busse werden im gelbgrünen RegioBus-Design unterwegs sein. Dabei erfüllen die Linienbusse höchste Umweltschutzstandards. Alle 37 Fahrzeuge entsprechen mit der Abgasnorm EURO 6 Step E den neuesten gesetzlichen Vorgaben und erzeugen dadurch noch weniger Emissionen. Außerdem verfügen die modernsten GKB-Busse über viele Ausstattungsfeatures: So kann der Einstiegsbereich für mehr Sicherheit beim Zustieg der Fahrgäste abgesenkt werden. Außerdem sind die barrierefreien Linienbusse mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet, verfügen über ein Abbiegeassistenzsystem, haben eine Standheizung, optische sowie akustische Haltewunschanzeigen u.v.a.m. Die Fahrgastinformation erfolgt zukünftig über Innenmonitore und mittels automatisierter Haltestellenansagen. Der Ticketerwerb ist in den GKB-Bussen selbstverständlich weiterhin in bar oder bargeldlos möglich. BUSBETRIEB | GKB investiert in neue hochmoderne Busse Neue Busse für die Südweststeiermark 37 neue hochmoderne MAN-Busse nimmt die GKB ab Mai flächendeckend in Betrieb Geschäftsführer Mag. Gerald Klug mit den neuen Bussen Die Leiterin des Busbetriebes: Nicole Wancura

5 Ausgabe 113 - März 2026 | GKB investiert in neue hochmoderne Busse | BUSBETRIEB Betriebsstart bringt Qualitäts-Upgrade für Busfahrgäste Mit diesen Linienbussen macht die GKB einen weiteren großen Schritt in Richtung mehr moderne Mobilität für die Südweststeiermark. Geschäftsführer Mag. Gerald Klug freut sich mit der Leiterin des Busbetriebes Nicole Wancura über den gelungenen Betriebsstart und ist überzeugt, dass „diese hochmodernen brandneuen Nahverkehrsfahrzeuge der neuesten Generation, ein wichtiges Qualitäts-Upgrade für die Busflotte der GKB darstellen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für die Fahrgäste bringen!“ Text: GKB_PA / Fotos: GKB_Ferk & GKB_Schiffer Businnenraum mit Monitor für Fahrgastinformation Die ersten neuen Busse sind schon im Linienbetrieb unterwegs Busfahrerin Sarah Kresse berichtet von positiven Rückmeldungen der Fahrgäste (r.) Drehscheibe: Liebe Sarah! Wie fahren sich die neuen Busse und erleichtern sie Euch Busfahrer:innen den Arbeitsalltag? Sarah Kresse: Die Busse lassen sich super fahren, insbesondere da sie kürzer und damit wendiger sind als das Vorgängermodell. Ein ganz großer Pluspunkt ist die gute Außen- bzw. Innenbeleuchtung am Abend und das moderne Abbiegeassistenzsystem bringt mehr Sicherheit. Auch andere neue technische Funktionen, wie zum Beispiel die automatische Bergabfahrbremse sind eine Erleichterung für das Fahrpersonal. Drehscheibe: Gibt es schon erste Rückmeldungen von den Fahrgästen? Sarah Kresse: Die Fahrgäste sind ebenfalls alle sehr begeistert von den neuen Linienbussen. Sowohl vom Außen-Design, als auch von der Innenausstattung. Und der verbesserte Fahrkomfort wird von den Busfahrgästen direkt wahrgenommen und gelobt. Die neuen Fahrzeuge bringen also mehr Sicherheit, eine echte Qualitätsverbesserung und erleichtern uns die Arbeit! Sarah sagt:

6 | Ausgabe 113 - März 2026 BAHNZUKUNFT | Elektrifizierung der Steirischen Westbahn Nach Inbetriebnahme der Koralmbahn sollen bis 2033 die Bahnstrecken von Graz über Lieboch nach Köflach bzw. von Lieboch bis Wettmannstätten vollständig elektrifiziert und modernisiert werden. Rechtzeitig zur Fertigstellung der Koralmbahn wurde planmäßig der Abschnitt von Graz über Wettmannstätten nach WiesEibiswald fertiggestellt und der neue Bahnhof Weststeiermark ging in Betrieb. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der den weiteren Weg für eines der größten Elektrifizierungsprojekte Österreichs ebnet. Wie es konkret weitergeht, darüber informierte die ÖBB-Infrastruktur AG kürzlich im Rahmen eines Infotages: Abschnitt Lieboch – Köflach Während die Arbeiten im Bereich zwischen Lieboch – Wettmannstätten – Wies größtenteils abgeschlossen sind, steht ab sofort der Abschnitt zwischen Lieboch und Köflach im Fokus. Eine Besonderheit in dem Bereich: Der Kremser Tunnel muss für die Elektrifizierung aufgeweitet werden. Darüber hinaus werden die Bahnhöfe Köflach, Bärnbach, Voitsberg, Krems, Nun starten die Elektrifizierungs- und Bahnausbauarbeiten zwischen Lieboch und Köflach Elektrifizierung und Modernisierung der Steirischen Westbahn geht weiter Wichtige Fahrgastinformation zu nötigen Streckensperren der ÖBB im Rahmen der Bauarbeiten 2026 / 2027 Im Zuge der Elektrifizierungs- und Bahnausbauarbeiten an der Steirischen Westbahn durch die ÖBB kommt es in den nächsten beiden Jahren zu folgenden wesentlichen Streckensperren, die so effizient und kurz wie möglich gestaltet werden: 11. 07. 2026 bis 10. 10. 2026 Komplette Sperre der Strecke zwischen Lieboch und Köflach von 11. Juli bis 10. Oktober 2026 - Ein entsprechender Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet! 07. 01. 2027 bis 19. 09. 2027 Eine weitere Komplettsperre zwischen Lieboch und Köflach ist von 7. Jänner bis 19. September 2027 notwendig - Ein entsprechender Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet!

7 Ausgabe 113 - März 2026 | Elektrifizierung der Steirischen Westbahn | BAHNZUKUNFT Krottendorf-Ligist, Köppling, SödingMooskirchen und Lieboch-Schadendorf modernisiert. Dazu kommen Neubauten der Södingbachbrücke, Gradnerbachbrücke und Kainachbrücke sowie die Sicherung bzw. Auflassung von bestehenden Eisenbahnkreuzungen. Der Abschnitt wird laut ÖBB-Infrastruktur AG voraussichtlich bis Ende 2028 fertiggestellt sein. Abschnitt Graz – Lieboch Im Bereich zwischen Graz und Lieboch laufen indessen noch die Planungsarbeiten. Fest steht aber bereits: In Graz entstehen im Zuge der Elektrifizierung und Streckenattraktivierung der steirischen Westbahn im Bereich von bestehenden Eisenbahnkreuzungen, vier Unterführungen und neue Nahverkehrsknoten sowie ein Ausweichgleis in der Nähe der heutigen Haltestelle Graz Wetzelsdorf. Als erstes wird die Unterführung und der Nahverkehrsknoten in der Peter-Rosegger-Straße errichtet. Der Vorteil: hier halten Stadtbusse künftig direkt in der Unterführung unter der Bahnhaltestelle. So wird der Umstieg von der S-Bahn zum innerstädtischen Verkehr erleichtert. Auch in der Wetzelsdorferstraße, der Kärntnerstraße und der Gradnerstraße wird der Umstieg von der S-Bahn auf den innerstätischen öffentlichen Verkehr durch den Bau von Unterführungen und Nahverkehrsknoten deutlich attraktiver. Die Arbeiten an diesem Abschnitt sollen laut ÖBB bis 2033 abgeschlossen sein. Viele Vorteile für Fahrgäste Die Bahnausbau- und Elektrifizierungsmaßnahmen der ÖBB-Infrastruktur AG ermöglichen mehr Angebot und bringen mehr Bequemlichkeit sowie Sicherheit. Konkret bedeutet das: kürzere Fahrzeiten, einen verbesserten Fahrplantakt, bessere Anbindungen an den Hauptbahnhof Graz und an die Koralmbahn, mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen und moderne, barrierefreie Bahnhöfe. Mehr Mobilität und Klimaschutz Zudem macht die Elektrifizierung die Bahnstrecken nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter: Der elektrische Betrieb ist kostengünstiger, die Fahrzeuge sind besser verfügbar, beschleunigen schneller und laufen leiser. All dies trägt dazu bei, dass die S-Bahn-Verbindungen der GKB für den öffentlichen Personennahverkehr im Grazer Zentralraum und in der Weststeiermark weiter stark an Bedeutung gewinnen! Text: Red. & ÖBB_PA / Fotos: K. Ferk Der elektrische Betrieb bei der GKB ermöglicht umfangreiche Angebotsausweitungen und ein modernes Mobilitätskonzept für die Region

8 | Ausgabe 113 - März 2026 Drehscheibe: Herr Aufsichtsratsvorsitzender Weintögl, sie stehen nun seit rund drei Monaten an der Spitze des GKBAufsichtsrates. Wie war der Wechsel vom operativen Bereich in das oberste Kontrollorgan der GKB? AR-Vors. Weintögl: Nach einer gesetzlich vorgesehenen Cooling-off-Phase habe ich mit großer Freude und Dankbarkeit die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden der GKB angenommen. Denn nach den vielen Jahren als Geschäftsführer ist mir das Unternehmen, ja sind mir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, natürlich sehr ans Herz gewachsen. Daher möchte ich, gemeinsam mit den anderen Aufsichtsrät:innen, eine aktivere Rolle einnehmen und das Unternehmen bei den fordernden Aufgaben der näheren Zukunft unterstützen. Aber natürlich ist der Aufsichtsrat primär ein Kontroll- und Beratungsorgan, die operativen Aufgaben und die strategischen Entscheidungen obliegen selbstverständlich der Geschäftsführung. Drehscheibe: Sie waren einer der wichtigsten Initiatoren der Elektrifizierung der GKB! Wie beurteilen Sie den aktuellen Stand der Projektentwicklung? AR-Vors. Weintögl: Vorweg gratuliere ich der GKB und ihrer Belegschaft zum gelungenen Start des elektrischen Bahnbetriebes und den großen Ange- „Weiterentwicklung und Diversifizier- ung machen die GKB [ ... ] erfolgreich“ Die GKB hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden: Die Redaktion der Drehscheibe sprach mit KR Mag. Franz Weintögl über seine neue Rolle und die künftigen Aufgaben der GKB. Wir erörterten mit dem neuen ARVorsitzenden auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens durch die neue Koralmbahn und die Zukunftschancen der GKB. botsausweitungen im Dezember sowie der Beauftragung mit den dazugehörigen erweiterten Busverkehren! All dies war nicht selbstverständlich und zeigt, wie gut und leistungsfähig die GKB trotz allem ist! Diese ersten Früchte der Elektrifizierung, die wir nun ernten können, sind echte Meilenstein der Mobilitätsentwicklung und eine gute Basis für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens. Drehscheibe: Welche Aufgaben muss die GKB künftig dafür bewältigen und wie wird der Aufsichtsrat des Unternehmens diese Entwicklungsprozesse begleiten? AR-Vors. Weintögl: Wie im Herbst kommuniziert wurde, soll die vollständige Elektrifizierung der weststeirischen SBahn-Strecken voraussichtlich bis 2033 abgeschlossen sein. Dann soll auch dort der E-Betrieb starten. Ein zentrales Zukunftsprojekt der GKB muss somit die Beschaffung von neuen modernen Elektrotriebwagen für den flächendeckenden elektrischen Bahnbetrieb sein. Dieser Beschaffungsprozess wurde bereits gestartet. Mit diesen Fahrzeugen werden die zukünftig geplanten Angebotsausweitungen möglich. Dafür muss auch die nötige Instandhaltungs- und Betriebsinfrastruktur für die Fahrzeuge errichtet werden, die nötigen Mittel hat der GKB-Aufsichtsrat bereits genehmigt. Aber auch eine moderne Sozial- und Verwaltungsinfrastruktur wird notwendig sein. Aktuelll wird zudem gerade eine ganze Flotte moderner neuer MAN-Busse in Betrieb genommen. Neue Aufgaben erwarten die GKB auch im Digitalbereich. Weiters wird ein effizientes, aber wertschätzendes Personalmanagement für noch mehr Mitarbeiter:innenzufriedenheit notwendig sein, denn der Fachkräftemangel trifft auch die GKB. Nicht zuletzt will das Unternehmen die beiden Joint Ventures im Schienengüterverkehr und die Regionalmobilität erfolgreich weiterentwickeln. Und all dies muss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewerkstelligt werden. Dafür bedarf es der gemeinschaftlichen Anstrengungen aller Beteiligten. Der Aufsichtsrat wird der GKB bei diesen Aufgaben jedenfalls partnerschaftlich und unterstützend zur Seite stehen. Drehscheibe: Was bringen die neue Koralmbahn und die Elektrifizierung der weststeirischen S-Bahn-Strecken mittelfristig für den Zentralraum Graz und die Weststeiermark? AR-Vors. Weintögl: Die neue Koralmbahn, der elektrische Bahnbetrieb bei der GKB und die massiven Angebotsausweitungen im weststeirischen ÖPNV bringen uns der Mobilitätswende in der Steiermark ein großes Stück näher. Im Süden Österreichs entsteht ein neuer Ballungsraum, die Mobilität wird österreichweit neu gedacht und es ergeben sich für die GKB-/LTE-/ADT-Unternehmensgruppe neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Drehscheibe: Machen wir abschließend noch einen Blick in die Zukunft - Wo sehen Sie die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH in zehn Jahren? AR-Vors. Weintögl: Eine Prognose fällt hier schwer, es gibt zu viele - noch unbekannte - Variablen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Wirtschaft in Europa wieder anzieht, wird die GKB in 10 Jahren ein konsolidiertes und sehr erfolgreiches europäisches Mobilitätsunternehmen sein. Dafür ist jedoch einerseits die möglichst zügige Fertigstellung der notwendigen Bahninfrastruktur im Grazer Zentralraum und in der Weststeiermark unerlässlich. Die GKB benötigt andererseits aber auch in Zukunft die notwendigen Finanzmittel für die UmINTERVIEW | Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Franz Weintögl

9 Ausgabe 113 - März 2026 | setzung der vielen anstehenden Investitionen und Projekte. Zudem sollte der Geschäftsführung vom Eigentümer der nötige unternehmerische Gestaltungsspielraum eingeräumt werden. Von zentraler Bedeutung für die Zukunft der GKB wird außerdem sein, ob sie über das Jahr 2033 hinaus mit öffentlichen Verkehrsdienstleistungen beauftragt werden wird. Denn das Kerngeschäft der GKB ist und bleibt, die öffentliche Mobilität in der Region. Darüber sollte man jedoch trotzdem nie das erfolgreiche Engagement im internationalen Schienengüterverkehr oder in der Regionalmobilität vernachlässigen. Das Unternehmen wird aber sicher auch neue Geschäftsfelder erschließen und bestehende weiterentwickeln müssen. Denn nachhaltige Weiterentwicklung und Diversifizierung machen die GKB sicher auch zukünftig erfolgreich! Drehscheibe: Herr Aufsichtsratsvorsitzender, wir danken für das Interview! Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Franz Weintögl | INTERVIEW Der aus Müllendorf im Burgenland stammende Absolvent des Gymnasiums der Diözese Eisenstadt wurde bei den Österreichischen Bundesbahnen als Fahrdienstleiter ausgebildet und versah seinen Dienst bei der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn. Parallel dazu absolvierte er berufsbegleitend ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ab 1986 war Mag. jur. Franz Weintögl in der Abteilung für Steuerpolitik der Arbeiterkammer Wien beschäftigt. Im Jahr 1994 wechselte der Steuerrechtsexperte als Sekretär ins Kabinett des damaligen Bundesministers für Finanzen. Im Juni 1998 wurde er von Verkehrsminister Dr. Caspar Einem zum Geschäftsführer der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH bestellt. Unter seiner langjährigen Leitung entwickelte sich aus der GKB eine international sehr erfolgreiche Unternehmensgruppe mit den Joint Ventures LTE-group und Adria Transport. Seit seiner Pensionierung ist Mag. Franz Weintögl als Unternehmensberater tätig. Ende 2026 wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH gewählt. Franz Weintögl hat zwei Kinder und ist begeisterter Großvater von zwei Enkelkindern. Der erklärte Kosmopolit lebt in Wien und Graz ist aber auch gerne auf Reisen. Bevorzugt zieht es ihn nach Asien und ins schöne Panama. Foto: GKB_cstrobl

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11 Ausgabe 113 - März 2026 | Die lange Geschichte der Koralmbahn ist eines der größten technischen Wagnisse unserer Zeit – und zugleich ein echtes Stück österreichischer Entdeckergeist. Mit „Mit Highspeed in den Süden“ erschien im Herbst 2025 ein herausragendes und mittlerweile leider bereits vergriffenes Buch zum Jahrhundertprojekt: Es erzählt von einem 33 Kilometer langen Tunnel durch die Koralm. Es berichtet von endlosen politischen Grabenkämpfen, von Rückschlägen und Krisen, aber auch von spektakulären Erfolgen – und vom Mut jener Menschen, die dieses gewaltige Vorhaben Wirklichkeit werden ließen. Thematisiert werden auch Fragen der Regionalentwicklung, die internationale Dimension sowie das touristische Potenzial des 6 Milliarden Euro teuren Infrastrukturprojekts. Doch dieses Buch blickt weit über Fakten und Zahlen hinaus: Es zeigt, warum die Koralmbahn mehr ist als ein Verkehrsprojekt; nämlich ein Symbol für Fortschritt, Zusammenarbeit und eine klimafreundliche Zukunft. Die Koralmbahn ist viel mehr als ein Tunnel Ein Tunnel, und das macht einen entscheidenden Unterschied zu Eiffeltürmen, Guggenheim-Museen und Chrysler Buildings, sind keine bewunderten Sensationsbauten. Niemand sagt „Ah!“ und „Oh!“, wenn man heute per Railjet, ICE oder TGV in den Arlberg-, Tauern- oder Ärmelkanaltunnel eintaucht. Die Zeiten sind vorbei, in denen der Steirer Peter Rosegger anno 1876 über das kohlfinstre Loch am Semmering nicht genug staunen konnte: Das Loch war schier so groß, dass darin ein Haus hätte stehen können und gar mit Schick und Fleiß ausgemauert, und da ging eine Straße mit zwei eisernen Leisten daher und schnurgerade in den Berg hinein. Keine Schriftstellerin, kein Autor wird den Tunnel Buchempfehlung | HISTORISCHE BETRACHTUNGEN literarisch hochleben lassen. Keine Zugbegleiter:innen weisen die Fahrgäste darauf hin, dass sich zwischen Waggondach und der Spitze der Koralpe bis zu 1.200 Meter Gestein auftürmen, nein: Der Tunnel, dieses Hightech-Meisterwerk, ist einfach da. Er ist in Wahrheit so spektakulär und so teuer wie der 828 Meter hohe Burj Khalifa in Dubai. Und dennoch: Das Jahrhundertbauwerk muss vor allem funktionieren, seine dienende Aufgabe erfüllen, nämlich bis zu 158 Züge pro Tag sicher durch den Berg bringen. Die Koralmbahn verbindet Graz und Klagenfurt auf 130 Kilometern mit bis zu 250 km/h und verkürzt die Reisezeit zwischen den beiden Städten von drei Stunden auf 41 Minuten. Jahrhundertprojekt mit Tiefgang Das Buch erzählt die lange Geschichte der Koralmbahn – von den ersten Ideen und der Trassenfindung über die Planung und den Tunneldurchschlag der 33 Kilometer langen Durchquerung des Koralmmassivs bis zur Eröffnung. Gezeigt werden aber auch die Menschen hinter der Ingenieurskunst, die zum Gelingen des Jahrhundertprojekts beigetragen haben. Mit Reportagen und zahlreichen unveröffentlichten Fotografien sowie 18 Porträtfotos von Christopher Mavric werden sie vorgestellt. Im Mittelpunkt steht aber natürlich auch hier die Koralmbahn mit dem zentralen Koralmtunnel, eine bautechnische Meisterleistung und für den europäischen Bahnverkehr nunmehr das wichtigste Tor in den Süden. Es ist eine fesselnde Zeitreise mit Start am Wiener Hauptbahnhof. Eine Bericht über eine technische Meisterleistung in Nahaufnahme mit allen Details und Hintergrundinformationen. Eine Buch für Bahn-Fans und Technikbegeisterte, aber auch für Eisenbahner:innen oder nachhaltig Reisende. Text: Red. & Verlag / Fotos: Verlag Styria & ÖBB_Knopp Othmar Pruckner Mit Highspeed in den Süden - Jahrhundertprojekt Koralmbahn 224 Seiten, Hardcover, 20,5 x 26 cm ISBN 978-3-222-13748-8 / Styria Verlag / VKP: 37 Euro

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14 | Ausgabe 113 - März 2026 PERSONAL | Neue Leitung für den Eisenbahnpersonenverkehr Neo-Aufsichtsratsvorsitzender KR Mag. Franz Weintögl m. Neue Abteilungsleitung für den Eisenbahnpersonenverkehr der GKB Der Eisenbahnpersonenverkehr bei der GKB bekommt mit 1. April 2026 eine neue Abteilungsleitung. Nachdem sich der bisherige Abteilungsleiter beruflich verändern wird, wurde eine Neubestellung der Abteilungsleitung Personenverkehr – Planung und Vertrieb (PV) erforderlich. Nach Abschluss des mehrstufigen Bestellverfahrens wird mit 1. April 2026 Florian Simetsberger, MSc zum neuen Leiter der Abteilung bestellt. Neue Leitung mit viel Expertise Der 1983 geborene Klagenfurter wuchs ebenda auf und absolvierte die HTL für Steuer- und Regelungstechnik. Nach der Matura ging er zum Studium an die Fachhochschule Kapfenberg. Von 2005 bis 2009 wechselte Florian Simetsberger als Vollzeitstraßenbahnfahrer zur GVB. Dann absolvierte er berufsbegleitend ein Bachelorstudium für Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement mit Schwerpunkt Verkehrsmanagement sowie das Masterstudium Energy and Transport Management. Anschließend arbeitete er von 2015 bis 2024 als Mobilitätsplaner und später Bereichsleiter im Bereich Verkehrstechnik, zuständig für die Planung von Verkehrslichtsignalanlagen und ÖVBeeinflussungen. Mit September 2024 trat Florian Simetsberger, MSc in die GKB ein. Nach der Zugführerausbildung war er in der Angebots- und Betriebsplanung tätig, wirkte an der Fahrplangestaltung mit und nahm auch schon Leitungsaufgaben wahr. Der verheiratete Vater eines Sohnes bringt somit nicht nur großes Interesse am System Eisenbahn mit, sondern verfügt zudem über umfangreiches Wissen aus dem Bahnwesen, in der Fahrzeug- bzw. Sicherungstechnik und im Verkehrsmanagement. Privat kocht der begeisterte Modellbahner und Bahnfotgraf gerne. Ausgleich findet er zudem Neoabteilungsleiter Florian Simetsberger, MSc mit Vorgänger DI (FH) Roland Laubichler (v. l.) beim Wandern mit seiner Familie. Kontinuität in der Führung Nach Übernahme der Abteilungsleitung werden seine Kenntnis der Prozessabläufe, der Belegschaft, der Fahrplangestaltung sowie der Planungen für hohe Kontinuität sorgen und die Abteilung schnell weiter voranbringen. Abteilungsleiter Simetsberger, MSc freut sich auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter:innen und den Partnern des Unternehmens. Die GKB wünscht dem Kollegen Simetsberger einen erfolgreichen Start und viel Erfolg. Die Geschäftsführung dankt DI (FH) Laubichler für seine Tätigkeit und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. Text: Red. / Foto: GKB_Motschnik

15 Ausgabe 113 - März 2026 | Abschied GFin Dr. Kleinert / BGF / Neuer AR-Vorsitz | PERSONAL Bereits mit 1. Dezember 2025 nahm KR Mag. Franz Weintögl seine Tätigkeit als neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH auf. Das oberste Kontrollorgan des Unternehmens setzt sich zurzeit aus neun Mitgliedern zusammen, die vom Eigentümer bestellt oder durch die Belegschaftsvertretung entsandt wurden. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Kommerzialrat Mag. Franz Weintögl ist ausgebildeter Fahrdienstleiter und Jurist. Er war zuerst Neuer Aufsichtsratsvorsitzender für GKB bestellt GKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug (v. l.) als Steuerexperte tätig, bevor er 25 Jahre lang als Geschäftsführer höchst erfolgreich die Geschicke der GKB lenkte. In einem Interview in dieser Ausgabe erläutert Aufsichtsratsvorsitzender Mag. Weintögl die neue Rolle und seine Vorstellungen für die Zukunft der GKB. Unterstützt wird er von der ebenfalls neugewählten stv. Aufsichtsratsvorsitzenden Mag. Gabriele Lutter. Im März 2026 wurden bei einer gemeinsamen Klausur von Aufsichtsrat und Geschäftsführung erste Neuausrichtungen auf den Weg gebracht. Text: ES / Fotos: GKB_Motschnik Veränderung in der Geschäftsführung Dr. Barbara Kleinert verlies am 6. März 2026 die GKB und Mag. Gerald Klug übernahm die alleinige Geschäftsführung. Frau Dr. Kleinert beendete ihr Geschäftsführungsmandat um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Die GKB kehrt damit zum Modell der Alleingeschäftsführung zurück. Frau Dr. Kleinert verlies die GKB im besten Einvernehmen und bedankte sich bei Geschäftsführung, Betriebsrat und Mitarbeiter:innen für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Schlankeres Management Seit 7. März fungiert Mag. Gerald Klug als alleiniger GKBGeschäftsführer und sagt: „Ich bedanke mich sehr herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit in der Geschäftsführung bei Frau Dr. Kleinert und wünsche ihr alles Gute für ihre weitere Karriere. Den positiven Weg der GKB werden wir künftig mit schlankeren Managementstrukturen fortsetzen und dabei immer den Fahrgast im Fokus behalten.” Text: GKB_PA / Foto: GKB_Schiffer BGF-Workshop für GKB-Lehrlinge Der Workshop behandelte das Thema „Mentale Stärke für Lehrlinge und junge Mitarbeiter:innen.“ Er fand im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung statt. Trainerin Viktoria Zinner, BSc MBA lehrte die Lehrlinge, wie man Ziele definiert und erreicht. Die Lehrlinge erarbeiteten mit großem Eifer ihre persönlichen Ziele für dieses Jahr, lernten spezielle Atemübungen für stressige Situationen sowie Konzentrationsübungen u.a.m. Text: Red. & A. Puntigam / Foto: GKB_PE GKB-Lehrlinge bei einer Konzentrations- u. Geschicklichkeitsübung

16 | Ausgabe 113 - März 2026 GANZ KURZE BERICHTE | Eröffnungsfest für die Koralmbahn Nach 27 Jahren Bauzeit wurde die Koralmbahn am 12. Dezember 2025 mit einem großen Fest in Graz und Klagenfurt offiziell eröffnet. Das Jahrhundertprojekt hat den Süden Österreichs nachhaltig verändert. Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 nahmen der Fern- und der Nahverkehr auf der Koralmbahn den regulären Betrieb auf. Höchste Polit-Ebene und viele Prominente Am 12. Dezember 2025 feierte man ein großes Eröffnungsfest in den beiden Landeshauptstädten Graz und Klagenfurt. Von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr findet das offizielle Opening statt: mit Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Dr. Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler, Bundesminister Peter Hanke, den Landeshauptleuten Mario Kunasek (Stmk) und Dr. Peter Kaiser (Kärnten) und der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr sowie ihrem Klagenfurter Pendant. Als Gastgeber fungiert ÖBB CEO Ing. Mag. (FH) Andreas Matthä. Auf zwei Bühnen, eine am Vorplatz des GraVoller Bahnhof in Graz und Klagenfurt (Bild) - Rund 800 Ehrengäste fuhren mit dem Premierenzug nach Kärnten Zwei Städte, ein Fest: Startschuss für Koralmbahn in Graz und Klagenfurt zer Hauptbahnhofs, eine am Klagenfurter Hauptbahnhof, kommen darüber hinaus noch zahlreiche Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport zu Wort. Die Veranstaltungen in Graz und Klagenfurt wurden wechselseitig übertragen und live im Internet gestreamt. Moderne Railjets fahren durch d. Die höchste Polit-Ebene auf der Bühne bei der Inbetriebnahme der Koralmbahn

17 Ausgabe 113 - März 2026 | Neue Logistikstandortstrategie | GANZ KURZE BERICHTE Österreich entwickelt Logistikstandortstrategie Österreichs Logistiker, wie das internationale Bahnunternehmen und GKB-Joint Venture LTE-group, müssen in den kommenden Jahrzehnten echte Höchstleistungen erbringen. Logistik bildet das Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft. „Als Land im Herzen Europas kommt uns eine besondere Schlüsselrolle im Bereich der Wertschöpfungskette zu. Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen muss Österreichs Logistik auch in den kommenden Jahrzehnten Höchstleistungen erbringen. Die neue Logistikstrategie soll dazu einen Beitrag leisten", betont Mobilitätsminister Peter Hanke. Logistikstrategie stärkt den Wirtschaftsstandort Der Wirtschaftsstandort Österreich soll Die LTE-group ist ein erstklassiges und sehr erfolgreiches Bahnlogistikunternehmen mit einer neuen Logistikstandortstrategie (LSS) gezielt gestärkt werden. Die neue Logistikstandortstrategie stützt sich auf zehn Themenfelder und wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gemeinsam mit Fachleuten, Sozialpartnerorganisationen und Interessensvertreter:innen entwickelt. Unternehmen, Verbände und Fachleute können Vorschläge einbringen. Nach der Vorstellung im Juni 2026 folgt die Umsetzung der Logistikstandortstrategie. Strategie macht Österreich wettbewerbsfähig Die so definierten Maßnahmen werden vom BMIMI gemeinsam mit der Logistikbranche realisiert. Ziel ist eine Strategie, die Österreich stärkt und den Standort langfristig wettbewerbsfähig macht. Text: Red. & PA_BMIMI / Foto: LTE-group Schönes Rahmenprogramm mit Musik Ab 12:30 Uhr sorgt ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit regionalen Highlights und spannenden Einblicken in die Welt der Koralmbahn für Unterhaltung für Groß und Klein. Das große Finale ab 15:00 Uhr bringt musikalische Highlights aus der österreichischen Musikszene, unter anderem mit der beliebten Band folkshilfe. Der Eintritt war kostenlos. Gratis von Graz nach Klagenfurt und retour auf der neuen Strecke Mit den Sonderfahrten am Eröffnungstag konnten Bahnbegeisterte die neue Koralmbahn bereits vor der offiziellen Inbetriebnahme erleben. Am Nachmittag verkehrten stündlich Sonderzüge zwischen Graz und Klagenfurt. Die Fahrt war kostenlos. Text & Fotos: PA_ÖBB-Infrastruktur AG Koralmtunnel nach Klagenfurt

18 | Ausgabe 113 - März 2026 GANZ KURZE BERICHTE | Bahnbranche / Region und Menschen Steirische Landesbahn unter neuer Leitung Der vormalige GKB-Prokurist Peter Kronberger widmet sich neuen beruflichen Herausforderungen. Der Weststeirer Peter Kronberger war 27 Jahre lang bei der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH. Als Prokurist zeichnete er zuletzt für Fahrzeuge, Gebäude, Instandhaltung sowie Strategie und Unternehmensentwicklung verantwortlich. Mit 1. Februar 2026 hat er interimistisch die Geschäftsführung der Steiermarkbahn und Bus GmbH (StB) sowie der Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH (StB TL) übernommen. Große Verdienste Peter Kronberger hat sich durch sein Engagement für die GKB, die Region und die Fahrgäste große Verdienste im Mobilitätsbereich erworben und unser Unternehmen, aber auch die Weststeiermark entscheidend vorangebracht. Geschäftsführung und Belegschaft der GKB wünschen Peter Kronberger viel Erfolg für die neue Tätigkeit und freuen sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit. Text: ES / Foto: GKB_Archiv Neo-StLB-GF Peter Kronberger Einheitlicher Bahnraum gefordert Der Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer versammelte viele Entscheider:innen, Expert:innen und Führungskräfte in der Remise 1894 in Gmunden. Die Interessensvertretung für Eisenbahnen und Verkehrsunternehmen hat 150 Mitglieder und vertritt sie auf EU-Ebene. Regionalbahnen als Rückgrat Laut einer aktuellen Studie steigt die volkswirtschaftliche Bedeutung der Privatbahnen: Diese zeigt, dass Investitionen in regionale Bahninfrastruktur nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern erhebliche Wertschöpfungseffekte auslösen und einen Teil der Mittel wieder zurück fließen lassen. Die Studienergebnisse belegen die wichtige Rolle der Bahn für Entwicklung und Klimaschutz. EU: Schiene braucht Rückendeckung Der Fachverband fordert von der Politik: „Schluss mit nationalen Alleingängen, her mit einem echten europäischen Bahnraum.“ Besonders im Schienengüterverkehr sind einheitliche Rahmenbedingungen überfällig sind sich Expert:innen und Gäste einig. Durch kluge Investitionen, klare Rahmenbedingungen und europäische Zusammenarbeit kann die Bahn ihre Rolle als nachhaltige Verkehrslösung weiter ausbauen. Text & Foto: PA_WKO_Fachverband (gek.) GKB bei Berufsinfomesse - Im Galopp in die Zukunft Die Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH veranstaltete die 7. Messe für Bildung und Beruf - Im Galopp in die Zukunft 2026! Auch die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH nahm an der Bildungs- und Berufsmesse teil. Dort konnten Jugendliche, Erwachsene mit Orientierungsbedarf und Interessierte verschiedene Betriebe, Schulen sowie Anlaufstellen zur Bildungs- und Berufsorientierung kennenlernen, wodurch ein wertvoller Beitrag zur Sicherung von Fachkräften in der Region Steirischer Zentralraum geleistet wurde. Insgesamt 55 Ausstellende konnten beeindruckende 1200 Besucher:innen an den beiden Messetagen begrüßen, diese Zahlen sprechen für die Aktualität des Formates. So konnten auf der BBO-Messe viele Praktika vermittelt werden, woraus neue Lehrverträge oder andere Erfolgsgeschichten entstehen. Interessierte können sich weiterhin auf www.gkb.at informieren! Text: Red. / Foto: GKB_PE INFO-Messe: Großer Andrang bei der GKB

19 Ausgabe 113 - März 2026 | Region und Menschen | GANZ KURZE BERICHTE Fahrplananpassung mit neuem Halt für den Schulverkehr ab Gussendorf. Nach intensiver Prüfung der Situation und Abstimmungen zwischen dem Land Steiermark, der GKB und der ÖBBInfrastruktur AG konnte mit Februar eine Lösung für die nötige Fahrplananpassung im morgendlichen Schüler:innenverkehr auf der S-Bahn-Linie S6 gefunden werden. Ab 2. Februar 2026 wird der Zug Nr. 7355 der S-Bahn-Linie S6 in Richtung Wies-Eibiswald wieder um 7:32 Uhr in Gussendorf halten. Dadurch erreichen die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig vor Schulbeginn den Bahnhof Deutschlandsberg Stadt. Kein Halt mehr in Hollenegg Im Gegenzug wird der Zug künftig ohne Halt durch Hollenegg geführt. Intensive Auswertungen haben gezeigt, dass diese Lösung aufgrund der aktuellen Fahrgastzahlen sinnvoll und gut umsetzbar ist. Die Lösung ist ausschließlich zu dieser Uhrzeit vorgesehen, da nur dann mehrere betriebliche und infrastrukturelle Verbesserung im Frühverkehr: Zusätzlicher Zughalt in Gussendorf Zug Nr. 7355 hält um 7:32 Uhr in Gussendorf für die Schüler:innen Faktoren optimal zusammenspielen und den zusätzlichen Halt in Gussendorf ermöglichen. Diese Lösung stellt eine wesentliche Verbesserung für den Schüler:innenverkehr in der Region dar. Text: Red. / Foto: K. Ferk Ausflug: Tuf tuf tuf, die Eisenbahn, wer will mit nach Voitsberg fahren? Unter dem Motto machten die Kinder der Kinderkrippe Köflach am 27. Jänner 2026 einen Ausflug. Gemeinsam spazierten sie zum Bahnhof, wo sie den echten Zug aus nächster Nähe erleben durften. Anschließend ging es mit der Eisenbahn nach Voitsberg. Während der Fahrt beobachteten die Kinder die vorbeiziehende Landschaft, sangen gemeinsam Lieder und genossen das besondere Gemeinschaftserlebnis. Nach einer kurzen Zeit in Voitsberg traten die kleinen Abenteurer:innen wieder die Rückfahrt an. Zum Abschluss wartete noch ein echtes Highlight: Die Kinder durften sogar im Lokführersessel Platz nehmen. Dieses besondere Erlebnis wird den Kindern sicher lange in Erinnerung bleiben. Der Ausflug war ein spannendes Abenteuer und eine wertvolle Erfahrung, bei der die Kinder spielerisch ihre Umwelt entdecken konnten. Ein herzliches Dankeschön an die GKB für dieses tolle Erlebnis! Text & Fotos: Elena Gert_KiKri Pusteblume Die Gruppe der Kinderkrippe aus Köflach am Bahnhof

20 | Ausgabe 113 - März 2026 mus des Flusses. Einheimische Händler, Mönche in safranfarbenen Roben und Reisende aus aller Welt sitzen nebeneinander, während draußen eine Landschaft vorbeizieht, die wie aus der Zeit gefallen scheint: bewaldete Hügel, kleine Bambusdörfer, Fischer in schmalen Booten. Wasserbüffel stehen im flachen Uferwasser, Kinder winken vom Ufer. Die Menschen in Laos wirken zunächst zurückhaltend. Doch ein freundlicher Blick genügt – und ein Lächeln erscheint. Dann sind sie offen, hilfsbereit und neugierig. Luang Prabang – Kolonialcharme und Tempelgold Die ehemalige Königsstadt liegt malerisch am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan. Französische Kolonialhäuser mit Fensterläden stehen neben goldenen Tempeln, schmale Gassen führen zu kleinen Cafés und Restaurants. Am Abend verwandelt sich die Hauptstraße in einen bunten Markt. Händler breiten Stoffe, Handarbeiten und Gewürze aus, aus Garküchen steigt der Duft von gegrilltem Fleisch, Zitronengras und Chili. Reisende schlendern zwischen den Abendlicher Blick auf den Fluß Mekong in Luang Prabang im Land der Stille Zwischen Thailand, Vietnam, China und Kambodscha liegt ein stilles südostasiatisches Land, das lange im Schatten seiner Nachbarn stand: Laos wirkt ruhig, beinahe zeitlos – ein grünes Binnenland, in dem der Mekong gemächlich durch Berge und Dschungel fließt. Goldene Tempel ragen aus Palmenhainen, kleine Dörfer schmiegen sich an die Flussufer. Doch hinter dieser Gelassenheit verbirgt sich eine bewegte Geschichte: vom mächtigen Königreich Lane Xang über französische Kolonialherrschaft bis hin zu Bürgerkrieg und Kaltem Krieg. Erst seit den 1990er Jahren öffnet sich die Demokratische Volksrepublik langsam dem Tourismus. Für mich wurde Laos das Ziel einer zweimonatigen Entdeckungsreise. Langsam flußabwärts Der Einstieg könnte kaum passender sein: eine langsame zweitägige Bootsfahrt auf dem Mekong, der Lebensader des Landes. Von Huay Xai, an der Grenze zu Thailand, fährt ein langes Holzboot flussabwärts nach Luang Prabang. Das Leben an Bord folgt bald dem RhythStänden, während über den Tempeldächern der Sonnenuntergang in kräftigen Farben erstrahlt. In den frühen Morgenstunden zeigt sich eine andere Seite der Stadt. Noch vor Sonnenaufgang ziehen lange Reihen von Mönchen barfuß durch die Straßen. In stiller Zeremonie sammeln sie Almosen. Etwa zwei Drittel der Laoten sind Buddhist:innen. Daneben prägt der Glaube an Naturgeister das spirituelle Leben. Ein Tagesausflug führt mich zum Tad-Se-Wasserfall im Dschungel. Das Wasser sammelt sich in türkisfarbenen Becken zwischen Kalksteinfelsen. Nicht viele Tourist:innen kennen den abgeschiedenen Wasserfall, was mir die Möglichkeit eines ausgiebiges Bades gibt. Per Boot und Zug durch Laos - Die Reise durch ein stilles Land Papierschirme an einer laotischen Straße

21 Ausgabe 113 - März 2026 | Die China-LaosEisenbahn Der nächste Abschnitt meiner Reise führt mich in eine ganz andere Welt: Nämlich auf die China-Laos-Eisenbahn. Diese Bahnlinie, eröffnet im Dezember 2021, verbindet Kunming in Südchina mit der laotischen Hauptstadt Vientiane. Der laotische Abschnitt ist 414 Kilometer lang und kostete rund 6 Milliarden US-Dollar – das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Landes. Insgesamt misst die Strecke über 1000 Kilometer. Der Bahnhof von Luang Prabang wirkt überraschend modern. Große Hallen, digitale Anzeigen, Sicherheitskontrollen wie am Flughafen: Gepäck wird durchleuchtet, Taschen kontrolliert. Erst kurz vor Abfahrt dürfen die Passagiere in geordneten Reihen auf den Bahnsteig. Dann rollt der Zug ein – ein moderner Elektrotriebzug, bunt und stromlinienförmig. Leise gleitet er an den Bahnsteig. Wenige Minuten später setzt er sich fast lautlos in Bewegung. Laos ist ein Land aus Bergen, Tälern und Karstformationen – eine Herausforderung für jeden Eisenbahnbau. Die Ingenieure mussten eine kühne Trasse durch das Gebirge legen: mehr als 70 Tunnel und rund 170 Brücken durchziehen das Land. Über 60 Prozent der Laos - Reise durch eine stilles Land (1) | REISEN Eine neue Ära: Mit hochmodernen chinesischen Schnellzüge durch Laos Die Laot:innen sind offen, hilfsbereit und neugierig Elektrotriebzugfront mit Spitzensignal Ein goldener Tempel vor dem Straßenmarkt Ein mondänes Straßen-Cafe in Luang Prabang Ausflug zum Tad-Se-Wasserfall bei Luang Prabang

22 | Ausgabe 113 - März 2026 REISEN | Laos - Reise durch eine stilles Land (1) Der Nam-Ngum-Stausee liegt in einer zauberhaft-verzauberten Landschaft Outdoor in Laos - Ein kleiner Ort liegt spektakulär zwischen den Kalksteinfelsen Linie verlaufen auf Brücken oder in Tunneln. Für Reisende ist die Bahn heute die schnellste und komfortabelste Art, das Land zu durchqueren. Moderne Hochgeschwindigkeitszüge erreichen bis zu 160 km/h und verbinden wichtige Orte in wenigen Stunden – Strecken, für die früher oft ein ganzer Reisetag auf kurvenreichen Straßen nötig war. Vang Vieng – Berg und Abenteuer Nach weniger als einer Stunde erreicht der Zug Vang Vieng. Der kleine Ort liegt spektakulär zwischen steilen Kalksteinbergen, deren Formen im Abendlicht fast surreal wirken. Heute ist Vang Vieng ein Zentrum für Outdoor-Aktivitäten. Kajaks treiben auf dem Nam-Song-Fluss und viele Wanderer:innen zieht es auf die bewaldeten Berge oder zu Felswänden. Über dem Tal steigen am Morgen Heißluftballons auf. Noch vor zwei Jahrzehnten war der Ort berüchtigt für exzessive Partys entlang des Flusses. Einige verlassene Bars erinnern noch an diese Zeit. Stillstand am Nam-Ngum-See Eine Stunde südlich wird Laos wieder ruhiger. Am Nam-Ngum-Stausee scheint die Zeit stillzustehen. Inseln ragen aus dem ruhigen Wasser, Fischerboote treiben langsam über die Oberfläche. Die Straßen sind holprig, Gästehäuser und Tourismus gibt es kaum. Je weiter man sich von den Städten entfernt, desto schwieriger wird die Verständigung, denn Fremdsprachen sind selten und selbst digitale Übersetzer stoßen schnell an ihre Grenzen. Doch gerade darin liegt der Reiz dieses Landes. Der Norden Laos hat mich bereits verzaubert – weiter südlich warten imposante Wasserfälle, chilliges Inselfeeling und Khmertempeln. Laos Süden ruft nach Entdeckung, Abenteuer und neuen Geschichten. Mehr in der nächsten Drehscheibe! Text & Fotos: Reisekorrespondentin Katharina Jeller Moderner Fahrgastraum im chinesischen Triebzug mit Service am Platz

23 Ausgabe 113 - März 2026 | Frischer Wind weht durchs TEML - Die StEF-Jahreshauptversammlung Die steirischen Eisenbahnfreunde organisierten am 8. Dezember 2025 eine erfolgreiche Modellbahntauschbörse und hielten am 6. Februar ihre Jahreshauptversammlung ab. Mit 33 Aussteller:innen und über 350 Besucher:innen war es eine der erfolgreichsten Modellbahntauschbörsen überhaupt in der Remise Steyrergasse der Graz Holding. Durch den reibungslosen Ablauf bekam die Vereinsführung schon die mündliche Zusage für die Modellbahntauschbörse am 8. Dezember 2026. Die nächste Tauschbörse findet am 1. Mai 2026 im Liebocher TEML statt. Jahreshauptversammlung Im Technischen Eisenbahnmuseum in Lieboch weht überhaupt ein neuer Wind: Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Februar 2026 wurde Karl Luck im Beisein von GKB-Geschäftsführerin Dr. Barbara Kleinert und des Bürgermeisters von Lieboch Stefan Helmreich, MBA einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Und auch das neue Team der Steirischen Eisenbahnfreunde wurde eindrucksvoll und mit viel Wohlwollen bestätigt. Die neue Vereinsführung sieht sich als klares Signal für einen Neuanfang und verbindet diesen mit der notwendigen Kontinuität sowie der Erfahrung langgedienter Mitglieder. Ziel ist es, das wertvolle eisenbahnhistorische Erbe zu bewahren und gleichzeitig neue Ideen und moderne Konzepte zu entwickeln, aber auch die Zusammenarbeit im Verein zu fördern und zu stärken. Das Motto: „Altes bewahren – Neues konstruieren“ steht sinnbildlich für den künftigen Weg des Vereins der Steirischen Eisenbahnfreunde. Die Offenheit für neue StEF-Termine Jänner - Juni 2026 StEF-Clubabende: Termine auf Anfrage! 1. Mai 2026 Saisonstart im Eisenbahnmuseum: Mit Ausstellung, Modellbahntauschbörse und Bewirtung sowie Shuttle-Sonderfahrten zw. Graz und Lieboch! Öffnungszeiten Eisenbahnmuseum: 1. Mai 2026 - 26. Oktober 2026 MI, FR, SA und SO jeweils 10:30 Uhr - 16:30 Uhr! An allen Feiertagen der Saison geöffnet! Infos & Anmeldungen: www.stef.at bzw. info@stef.at Kooperationen, eine inhaltliche Weiterentwicklung und ein aktives Vereinsleben sollen das Technische Eisenbahnmuseum in Lieboch in der Öffentlichkeit positionieren und die Steirischen Eisenbahnfreunde nachhaltig weiterbringen. Pläne und Projekte für 2026 Die vielen positiven Rückmeldungen motivieren die neuen Vorstandsmitglieder für die Umsetzung der nächsten Projekte: So soll zum Saisonauftakt am 1. Mai 2026 im TEML ein schönes Programm mit VT10Sonderfahrten und Tauschbörse angeboten werden. Der Rote Blitz soll außerdem grundgereinigt werden und auch kleine Ausbesserungen sowie die Hauptuntersuchung stehen 2026 auf der Agenda. Der StEF-Modellbahnwaggon wird digitalisiert und soll Teil des Ausstellungsbetriebes werden. Schließlich soll mit dem Saisonende am 26. Oktober 2026 eine neue Kooperation zwischen dem Stainzer Flascherlzug mit der Gemeinde Stainz, dem Tourismusverband Deutschlandsberg und den Steirischen Eisenbahnfreunden Viele Mitglieder kamen zur StEF-Jahreshauptversammlung 2026 starten. Dabei geht es um den nachhaltigen Aufbau eines gemeinsamen Nostalgieangebotes in der Südweststeiermark und dessen professionelle Vermarktung. Hast Du Lust auf eine Mitarbeit – Dann schau Dir die StEF unter www.stef.at an! Kontakt: info@stef.at Text: StEF & Red. / Fotos: StEF

Österreichische Post AG FZ 22Z042909 F Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Köflacher Gasse 35-41, 8020 Graz Zusendung unter Berücksichtigung der DSGVO Gemeinsam unterwegs. Mit Bus, Bahn, Bim. FOTO: WILDUNDWUNDERBAR ÜBER STOCK UND STEIN MIT DEM FREIZEIT-TICKET STEIERMARK. LUST AUF WANDERN? S T E I E R M A R K W E I T N U R 1 4 € WWW. V E R B U N D L I N I E . A T TICKET FREIZEIT-

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