Von der Weststeiermark nach Europa
100 ser Rückgang hatte neben der Stagnation im Bergbaubereich vor allem mit Einbu - ßen bei anderen Transportgütern zu tun. Bereits seit Mitte der 1970er-Jahre wurde beispielsweise Holz aufgrund der hohen Umladekosten kaummehr per Bahn trans - portiert. Dieser Trend machte auch vor der GKB nicht Halt. Insgesamt wurden im Jahr 1983 nur noch 1,05 Millionen Tonnen Güter auf den Bahnlinien des Unterneh - mens befördert. Dies bedeutete den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1947. Wenig überraschend, war diese Entwicklung auf den Rückgang des Kohlentrans - ports zurückzuführen. Sowohl quantitativ als auch anteilsmäßig verlor das „braune Gold“ immer stärker an Bedeutung. Machte Kohle im Jahr 1970 immerhin noch 73,6 Prozent der Gesamtleistung des Güterverkehrs aus, so sank dieser Wert bis zum Jahr 1983 auf 60,4 Prozent. Der Kraftwagenbereich des Unternehmens schnitt im Vergleich dazu nicht viel besser ab. Bis 1983 sank das Frachtverkehrsaufkommen um mehr als 25 Prozent auf 350.000 Tonnen pro Jahr. Damit lag die kombinierte Güterverkehrsleistung der GKB nur noch bei 1,4 Million Tonnen. Dies markierte den absolut niedrigsten Wert seit der Einführung des Warentransports per LKW. Entgegen der Entwicklung des Warentransports stieg die Personenbeförderungs - zahl deutlich an. So nutzten 1983 bereits wieder 2,75 Millionen Menschen das Bahn - angebot der GKB. Dies entsprach, bezogen auf den Beginn des Jahrzehnts, einem Zugewinn von fast 15 Prozent. In rechtlicher Hinsicht war das Jahr 1983 für die Eisenbahnsparte der GKB sehr wichtig. Es kam nämlich zur Verlängerung der Kon - zession für die beiden Bahnlinien des Unternehmens. Die Genehmigung für deren Betrieb wurde der GKB bis 1998 bewilligt. In der Zwischenzeit schritt die Moderni - sierung des Fuhrparks weiter voran. So waren im Jahr 1983 bereits fünf Triebwagen des neuen Modells VT 70 im Einsatz. Neben ihnen verrichtete weiterhin der „Rote Blitz“ seinen Dienst. Die Zahl der Menschen, welche das Busangebot der GKB nutzten, blieb zu Beginn des neuen Jahrzehnts stabil. 1983 wurden insgesamt etwas mehr als 5,9 Millionen Personen transportiert. Dies bedeutete im Verglich zum Jahr 1980 lediglich mini - male Einbußen. Das Sonderfahrtgeschäft boomte mittlerweile so stark, dass es der GKB an Konzessionen mangelte. Diese wurden nur in begrenztem Ausmaß erteilt. Daher entschloss sich die GKB dazu, diese von anderen Unternehmen zu übernehmen. Dies geschah entweder in Form von Pachtverträgen oder Käufen. In die Modernisierung des Fuhrparks wurde weiterhin viel Geld investiert. 1982 kam es zum Ankauf des ersten Busses mit Klimaanlage. Dabei handelte es sich um das Modell SR 280H, welches von MAN produziert wurde. Ein Jahr später eröffnete die GKB eine neue Busgarage in Köflach.
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