Nein, mit unserer Performance in den vergangenen Monaten können wir nicht zufrieden sein.“ Es sind klare Worte von Gerald Klug. Seit dem Rückzug von Barbara Kleinert Anfang März ist der Ex-Minister alleiniger Geschäftsführer der Graz-Köflacher Bahn (GKB).
Diese war zuletzt mit vielen Beschwerden über Verspätungen und Zugausfällen konfrontiert, die „Krone“ hat berichtet. Nicht immer liegt die Ursache dafür im Bereich der GKB, betont Klug: Durch die neue Koralmbahn ist der Fahrplan in der Weststeiermark sehr dicht. Alleine die GKB haben ihr Angebot um gut 40 Prozent ausgebaut und fahren im März exakt 4734 Verbindungen.
Fernverkehrszüge haben aber stets Vorrang – verspäten sich diese, müssen S-Bahn-Züge zur Seite weichen. Zudem hat das neue Zugsicherungssystem ETCS noch „technologische Herausforderungen“.
Klug betont aber: „Es bemühen sich wirklich alle.“ Weil die GKB-Infrastruktur 2024 von den ÖBB übernommen wurde, können die Steirer bei Störungen, etwa bei den Weichen, nicht mehr selbst aktiv werden. Die kurzen Dienstwege von einst sind verloren gegangen. Noch heuer kommen überarbeitete Züge Am 9. März hat Klug eine „Taskforce“ eingerichtet: „Sie soll Defizite dort, wo wir es selbst in der Hand haben, rasch beheben.“ So wurde die Innen- und Außenreinigung der Züge intensiviert – die Optik der als Übergangslösung geholten, alten deutschen Doppelstockwaggons ist ja ein Ärgernis. Datenschnittstellen in sämtlichen E-Lokomotiven werden getauscht, ein weiteres Ersatztriebfahrzeug steht bereit. Über Verspätungen werden Kunden nun auf der Webseite und in der GKB-App informiert. Denn auf die Anzeigetafeln an den Bahnhöfen hat man keinen Zugriff. Die Kundenbeschwerden sind laut Klug klar zurückgegangen.
Auf der bereits elektrifizierten S 6 in Richauf Schiene kommen Wies-Eibiswald gab’s im vierten Quartal 2025 bei 7,7 Prozent der Züge Störungen, der Wert stieg im Jänner und Februar auf über elf Prozent – jetzt sinkt er wieder. Auf der S7 in Richtung Köflach blieb die Pünktlichkeit bei 98%. Besserung erhofft man sich zudem von den 21 in DieGKB war zuletzt mit vielen S6-Verspätungen und Zugausfällen in den Schlagzeilen. Der neue Alleingeschäftsführer Gerald Klug erklärt, was die Gründe sind und warum es nun besser wird. Deutschland überarbeiteten Doppelstockwaggons, die bis zum ersten Quartal 2027 zurückkehren. In einigen Jahren sollen dann neue ETriebwagen einen echten Sprung nach vorn bringen. Die „Krone“ machte am Freitagnachmittag eine S 6- Testfahrt von Graz bis zum neuen Bahnhof Weststeiermark: Der GKB Zug fuhr pünktlich ab und kam mit einer Minute Verspätung an – imGegensatz zum fast parallel fahrenden ÖBBRailjet, der acht Minuten zu spät hielt. Zur Sauberkeit:innen nun einigermaßen hui, außen aber noch ziemlich pfui…
Von Jakob Traby und Klaus Herrmann Kronen Zeitung
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