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Dienstag, 14 Juli 2026 17:39

Baustart für E-Werkstätte: GKB investiert 64,4 Millionen Euro in den Standort Graz

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GKB startet nächste Phase der Elektrifizierung

 Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH will mit Fahrplanwechsel im Dezember 2031 mit dem flächendeckenden elektrischen Bahnbetrieb auf allen ihren S-Bahn-Linien starten. Dafür beschafft das Mobilitätsunternehmen eine einheitliche Flotte neuer Elektrotriebwagen. Schon vorab errichtet die GKB für den elektrischen Betrieb neue hochmoderne Instandhaltungs- und Elektrowerkstätten:

Innovation im Bahnbetrieb: GKB baut für eine erfolgreiche Zukunft

                                                           

 

Am 14. Juli 2026 legten Mobilitätsminister Peter Hanke, Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer, Verkehrsausschussvorsitzender NAbg. Wolfgang Moitzi, Bürgermeisterin Elke Kahr und der GKB-Aufsichtsratsvorsitzende Mag. Franz Weintögl gemeinsam mit GKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug und dem GKB-Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Sabathi feierlich den Grundstein für das Herzstück der neuen Werkstätteninfrastruktur. Mit der symbolischen Grundsteinlegung für die neue E-Werkstätte am Betriebsgelände in Graz beginnt für die GKB eine neue Ära in der Schienenfahrzeuginstandhaltung. Die Neuerrichtung, Modernisierung und Erweiterung von Werkstättengebäuden und -gleisanlagen ist der nächste Meilenstein der Unternehmensentwicklung. Die GKB spannt damit nicht nur den Bogen vom historischen Grundstein zur modernen Werkstätte, sondern macht so auch die Weiterentwicklung des Unternehmens und seine innovativen Zukunftspläne sichtbar. Die modernen Instandhaltungswerkstätten eröffnen der GKB künftig außerdem neue wirtschaftliche Möglichkeiten, wodurch viele Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Das Unternehmen investiert in die verschiedenen Bauprojekte insgesamt rund 64,4 Millionen Euro. Nach dem Start des elektrischen Bahnbetriebes im vorigen Sommer und den großen Angebotsausweitungen als Zubringer zur Koralmbahn im Dezember 2025 ist der Baustart für die neuen Werkstättenanlagen nun der nächste große Schritt der GKB in eine erfolgreiche Zukunft!

 

„Die Errichtung der neuen E-Werkstätte und weiterer Instandhaltungsanlagen sowie die Beschaffung von neuen Elektrotriebwagen sind die nächsten Meilensteine der Unternehmensentwicklung. Mit diesen Zukunftsprojekten schaffen wir die Voraussetzungen für künftig vollständig elektrischen und damit klimafreundlichen Bahnbetrieb. Erklärtes Ziel ist der Start des elektrischen Bahnbetriebes auf allen Linien der GKB mit Fahrplanwechsel 2031. Die neuen Werkstätten dienen dabei aber nicht nur der internen Wartung, sie haben auch zusätzliche Kapazitäten für externe Instandhaltungsaufträge. Daher freut es mich sehr, dass wir unterstützt von Bund, Land und Aufsichtsrat mit dem ersten wichtigen Zukunftsprojekt in die Umsetzung starten und künftig den Aufgabenbereich Instandhaltung erfolgreich bearbeiten können“, zeigt sich GKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug begeistert.

 

Mobilitätsminister Peter Hanke betont: „Mit dem heutigen Baustart setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für den öffentlichen Verkehr in der Steiermark. Ab 2031 werden auf allen GKB-Linien elektrische Züge fahren, das Angebot wird spürbar ausgeweitet und der Bahnbetrieb wird noch moderner. Damit knüpfen wir an die Elektrifizierung der GKB und die Angebotsausweitungen rund um die Koralmbahn an, mit denen wir den öffentlichen Verkehr in der Steiermark bereits auf ein neues Niveau gehoben haben. Öffentliche Mobilität ist für mich eine zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit. Sie verbindet Regionen, schafft Chancen für alle Menschen unabhängig vom eigenen Auto und stärkt den ländlichen Raum. Diese Investitionen sichern nicht nur bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark, sie schaffen auch neue – ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Investitionen regionale Wertschöpfung, Mobilität für alle und Klimaschutz miteinander verbinden.“

 

„Als Verkehrslandesrätin freut es mich besonders, dass die GKB mit der Errichtung dieser Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen nun den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft setzt. Denn nur mit modernen Infrastrukturanlagen und Schienenfahrzeugen bleibt die GKB als wichtiger steirischer Mobilitätsanbieter zukunftsfit und ist gerüstet für die künftig vom Verkehrsressort des Landes geplanten Angebotsausweitungen bei der S-Bahn Steiermark,“ ergänzt Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer.

 

Moderne Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen für den elektrischen Bahnbetrieb

 

Mit der Grundsteinlegung und dem Baustart beginnt im Frühsommer 2026 die Umsetzungsphase für mehrere zukunftsweisende Großprojekte der GKB. Insgesamt werden auf 16.100 Quadratmetern Fläche vier Neu- und Umbauten errichtet sowie Werkstattgleisanlagen saniert und erweitert. Dabei werden rund 14.300 Tonnen Beton und 670 Tonnen Stahl verbaut. Schon Mitte 2027 sollen die ersten neuen Anlagen in Betrieb gehen, die Vollinbetriebnahme aller Teilanlagen soll voraussichtlich im Herbst 2029 erfolgen.

 

Die Teilprojekte werden in zwei Phasen und an zwei Teilstandorten auf dem Betriebsgelände in Graz realisiert:

 

  1. Ausbaustufe: Errichtung von Abstell- und Werkstättengebäuden (2026 - 2027)

 

Vor dem Bahnhofsgebäude in der Köflacher Gasse entsteht straßenseitig bei der bestehenden Anschlussbahn eine neue zweigleisige Abstellhalle mit Gleisanschluss zum ÖBB-Bahnnetz. Diese sogenannte Abstellhalle Nord-Ost wird 74 Meter lang und mit Inspektions- bzw. Arbeitsgruben, einem mobilen Dacharbeitsstand sowie einer 10-Tonnen-Hallenkrananlage ausgestattet sein. Daneben ist die Errichtung einer neuen Bustankstelle vorgesehen. Gleichzeitig erfolgt die vollständige Adaptierung und Erweiterung eines Werkstättengebäudes. Dort entstehen neue Büros sowie moderne Sanitär- und Sozialräume.

       2. Ausbaustufe: Errichtung der neuen E-Werkstätte mit GTW-Hallenerweiterung (2027 – 2029)

 

Die laufenden Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten werden nach ihrer Fertigstellung in die neue Abstellhalle Nord-Ost verlagert. Dann wird die bestehende große Halle in der die Dieselgelenktriebwagen gewartet werden durch einen Zubau zu einer 125 Meter langen Reparaturhalle verlängert. Gleichzeitig errichtet die GKB direkt daneben, an Stelle bestehender Werkstätten- bzw. Bürogebäude, eine ebenso lange völlig neue Werkstättenhalle für die Instandhaltung von modernen Elektrofahrzeugen. Diese zweigleisige E-Werkstätte ist das zentrale Herzstück der neuen Instandhaltungsanlagen, sie wird mit Oberleitungsanlagen ausgestattet sein und ebenfalls über einen Anschluss an das ÖBB-Netz verfügen.

 

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

 

Selbstverständlich erfolgt die Errichtung dieser zukunftsorientierten Projekte in nachhaltiger Bauweise und unter den Gesichtspunkten der Ökologie und der Energieeffizienz. Außerdem werden zur Stromgewinnung moderne Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert, die Werkstätten künftig mit Fernwärme geheizt und weitere E-Ladestationen auf dem Betriebsgelände errichtet. Die GKB setzt zudem auf Dachbegrünungen gegen Hitzeinsel-Effekte und für eine bessere Gebäudekühlung, die das Mikroklima im Umfeld verbessern und wertvollen Lebensraum für Insekten schaffen.

 

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Rückfragen
Mag. Ernst Suppan
Leitung Unternehmenskommunikation / Public Relations / Marketing
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+43 (0) 316 / 59 87 – 314

 

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